Punktgewinn gegen Fürth
Bei spätsommerlichem Oktoberwetter und strahlend blauem Himmel hatte der KSC am Erntedanksonntag die SpVgg Greuther Fürth zu Gast im Wildpark. Gegen den Tabellenzweiten präsentierten sich die Blau-Weißen in starker Verfassung und hatten am Ende sogar Pech, dass mit dem 2:2-Unentschieden nur ein Punkt zu verbuchen war.
02.10.2011 - Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
Steffen Haas für Matthias Cuntz, Gaetan Krebs für Patrick Milchraum und Anton Fink für den gelb-gesperrten Klemen Lavric, so lauteten die drei Änderungen, mit denen Rainer Scharinger seine Mannschaft gegen die Kleeblätter ins Rennen um die drei Punkte schickte.
Der KSC erwischte den besseren Start und hatte in der 2. Minute einen ersten Pfostenschuss durch Bogdan Müller, der sich gegen Mergrim Mavraj auf der rechten Außenbahn durchgesetzt hatte, den Ball aber nicht richtig traf. Ein weiteres Mal gefährlich wurden die Blau-Weißen nach zehn Minuten durch einen stramm geschossenen Freistoß von Delron Buckley, den Fürths Schlussmann Max Grün nicht festhalten konnte und somit Dennis Kempe die Möglichkeit zum Nachschuss eröffnete. Der gelernte Innenverteidiger versuchte es mit einem Heber, der nur wenige Zentimeter über die Torlatte ging. Die fränkischen Gäste benötigten einige Minuten um in die Partie zu finden, verschafften sich aber durch einen Schuss von Christopher Nöthe erstmals Respekt vor dem KSC-Tor (14.). Nur fünf Minuten später besorgte Heinrich Schmidtgal mit einem Flachschuss in die rechte untere Ecke den 0:1-Führungstreffer der Gäste, nachdem er zuvor im Alleingang die komplette Karlsruher Hintermannschaft umkurvt hatte. Der KSC tat sich in der Folgezeit schwer, wieder an die starke Anfangsphase anzuknüpfen. In der 41. Minute waren die Blau-Weißen dann jedoch nahe dran, den Anschlusstreffer zu erzielen. So ging Finks Freistoß aus 20 Metern nur ganz knapp am rechten Pfosten vorbei. Und auch Kempe hätte nach einem weiteren Freistoß von Fink ins gegnerische Gehäuse einschießen können (44.); verfehlte das Ziel jedoch um Haaresbreite.
Die Hausherren kamen motiviert aus der Kabine und sorgten vor allem durch Müller immer wieder für Belebung vor dem Tor der Kleeblätter. Die 13245 Zuschauer warteten aber auch im weiteren Spielverlauf auf zwingende KSC-Chancen. In der 68. Minute bot sich dem KSC gleich zweifach die Möglichkeit zum 1:1. Doch auch diesmal traf Müller nur Aluminium und auch sein Nachschuss führte nicht zum erhofften Erfolgserlebnis, da Grün noch zur Ecke klären konnte. Der endgültige Befreiungsschlag gelang den Blau-Weißen in der 69. Minute durch Krebs, der aus 18 Metern Maß nahm und sein Team mit dem Ausgleichstreffer wieder zurück ins Rennen brachte. Von nun an war der KSC die tonangebende Mannschaft, die jetzt angepeitscht vom Publikum, sehenswerten Offensivfußball zeigte. Hinzu kam, dass die Hausherren die letzten sechs Minuten in Überzahl agieren durften, da Asen Karaslavov nach einem Foulspiel gegen Pascal Groß des Feldes verwiesen wurde. Den daraus resultierenden Freistoß von Buckley verwandelte Guiseppe Aquaro per Kopf zum 2:1, nachdem ihn Müller zuvor selbst per Kopf freigespielt hatte. In der 89. Minute hätte der KSC dann den Sack eigentlich zu machen müssen, doch Müllers Lüpfer über Grün landete nur auf dem Tornetz. Die Strafe für diese liegen gelassene Chance folgte prompt und so musste der KSC in der Nachspielzeit doch noch den 2:2-Ausgleichstreffer durch Mavraj hinnehmen.
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