KSC verliert in Dresden

30.10.11 10:17 Uhr

Dem KSC gelang es beim Spiel in Dresden in keiner Weise an die starke Leistung vom Mittwochabend anzuknüpfen. Die Badener agierten zu harmlos und wurden den Hausherren nur selten gefährlich. Dynamo nutzte die Schwachstellen in der Karlsruher Defensive schamlos aus und siegte verdient mit 5:1 über die Blau-Weißen. Somit steht der KSC auch nach dem zehnten Spiel in Folge ohne Sieg da.


29.10.2011 - Aus dem Glücksgas-Stadion berichtet Jonas MaunichyCheftrainer Rainer Scharinger veränderte seine Startelf vom Pokalspiel gegen die Königsblauen auf zwei Positionen. Keeper Dirk Orlishausen fehlte aufgrundseiner Schultergelenks-Sprengung, die er sich in einem Zweikampf gegenSchalkes Papadopoulos zugezogen hatte. Ersatztorwart Luis Robles bekam dasVertrauen von Scharinger und durfte zwischen den Pfosten stehen. MatthiasCuntz fiel wegen einem grippalen Infekt aus. Für ihn rückte Pascal Groß indie Startelf. Im Glücksgas-Stadion in Dresden herrschten hervorragende Bedingungen füreinen schönen Fußballnachmittag. Nur kurz nach dem Anpfiff sahen die rund23.200 Zuschauer die deutliche Körpersprache der Gelb-Schwarzen. DieRollenverteilung wurde auch sofort deutlich. Dresden drückte und Karlsruhestand tief in der eigenen Hälfte. Dynamo war von Spielbeginn an die aktivereMannschaft. Ersatztorhüter Luis Robles bekam dies auch sofort zu spüren.Nach gerade einmal zwei Minuten hätten die Dresdner schon in Führung gehenkönnen. Nach einem wuchtigen Kopfball von Mickael Poté musste sich Roblesganz groß machen und lenkte den Ball zur Ecke ab. In der Anfangsviertelstunde beherrschte die Heimmannschaft ganz klar das Spielgeschehen. Die Gastgeber waren angriffslustiger und präsenter auf dem Platz. Die Karlsruher-Defensive stand bis zu diesem Zeitpunkt sehr kompaktund ließ kaum Chancen zu. Erst in der 21. Spielminute zählten dieStatistiker den Hauch einer Tormöglichkeit für die Badener. Der Torschussvon Abwehrspieler Florian Lechner ging jedoch deutlich über das Gehäuse. Diekommenden zehn Minuten sollten es jedoch in sich haben. So war es auchLechner, der Filip Trojan im eigenen Strafraum zu Fall brachte. Schiedsrichter Frank Willenborg zeigte ohne zu zögern folgerichtig auf den Punkt. Zlatko Dedic ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwandelte zur 1:0-Führung (29.). Sichtlich geschockt von dem Gegentreffer klapperte es nur 120 Sekunden später erneut. Nach einer Flanke von Cristian Fiel gelang es der KSC-Abwehr nicht den Ball zu klären. Am langen Pfosten bedankte sich der völlig alleingelassene Muhamed Subasic für das Geschenk und vollendete zum 2:0 (31.). Dynamo fühlte sich sicher - zu sicher. Torhüter Wolfgang Hesl schoss im eigenen Strafraum Stürmer Klemen Lavric an. Nach der verschuldeten Hesl-Ecke gelang es den Karlsruhern aus dem Nichts heraus den Anschlusstreffer zu erzielen. Giuseppe Aquaro traf per Kopf zum 2:1-Anschlusstreffer (37.). Der Hoffnungsschimmer sollte jedoch nicht lange andauern. Im direkten Gegenzug stellte Dynamo Dresden den alten Torabstand wieder her. Erneut schlief die KSC-Abwehr. Robert Koch nahm dankend an und erzielte das 3:1 (38.).Nach dem Seitenwechsel sah man zunächst einen engagierteren KSC. TrainerScharinger musste wohl die richtigen Worte in der Kabine gefunden haben.Die Karlsruher gingen aggressiver in die Zweikämpfe und witterten dieChance, die Partie doch noch umzudrehen. Nach einem eigenen Freistoß in dergegnerischen Hälfte war die Hintermannschaft der Badener jedoch zu weitaufgerückt und bekam postwendend die Quittung dafür. Nach einerKopfballverlängerung durch Poté hatte Trojan freie Bahn. Der Treffer zum 4:1war nur noch Formsache und Robles ohne Chance (54.). Der KSC zeigte sichgeschlagen. Das spiegelte nicht nur das Ergebnis sondern auch dieKörpersprache der Gäste. Folglich verschätzte sich Dennis Kempe nach einemlangen Ball aus der gegnerischen Spielhälfte. Pavel Fort war der Nutznießerund vollendete zum 5:1 (68.). Die Dresdner hätten das halbe Dutzend nochvoll machen können. Robles parierte einen harmlosen Schuss von Trojan locker(76.). Erneut ging ein Stellungsfehler von Kempe voraus. Schlussendlichblieb es jedoch bei der 5:1-Niederlage.

Mit Ingolstadt kommt am kommenden Spieltag ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf in den Wildpark. Der KSC steht gehörig unter Druck und einmal mehr in der Pflicht zu punkten.

Euer

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