KSC unterliegt auch 1860 München

18.12.11 10:22 Uhr

Der KSC hat auch das letzte Spiel des Jahres 2011 verloren und muss nun auf einem direkten Abstiegsplatz überwintern. Vor 12640 Zuschauern präsentierte sich das Team von Jörn Andersen zwar engagierter als zuletzt, konnte aber auch gegen den TSV 1860 München keine entscheidenden Impulse setzen und verlor am Ende mit 1:3.


17.12.2011 - Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
KSC-Cheftrainer Jörn Andersen änderte nicht nur sein System, sondern auch seine Startelf gleich auf drei Positionen. Im taktischen Bereich schenkte der Norweger einer 4-2-2-2-Formation sein Vertrauen. Zum zweiten Mal in dieser Saison gingen die Blau-Weißen daher mit zwei Angreifern in die Begegnung. Klemen Lavric und Christian Timm sollten dem KSC mit ihren Toren drei wichtige Punkte bescheren. Auf der rechten Abwehrseite kehrte Florian Lechner zurück, Sebastian Schieck musste dafür weichen. Im defensiven Mittelfeld ersetzte Pascal Groß den an Knieproblemen laborierenden Matthias Cuntz.

Keine zwei Minuten waren gespielt, da hätte der KSC beinahe erneut ein frühes Tor hinnehmen müssen. Nach einem Freistoß der Gäste kam Kai Bülow an den Ball und setzte mit seinem Kopfball an den linken Pfosten ein erstes Ausrufezeichen. Doch die Hausherren ließen sich von dieser Großchance nicht beängstigen, hielten dagegen und hatten selbst gleich mehrere gute Möglichkeiten. Eine davon hatte Lavric, der nach einem Steilpass von Alexander Iashvili gefährlich vor dem Tor der Münchner auflauerte, beim Abschluss dann aber noch entscheidend gestört werden konnte (7.). Nach dieser turbulenten Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen auf dem Platz etwas. Viele Zweikämpfe spielten sich nun im Mittelfeld ab, sodass Torraumszenen erst einmal Mangelware blieben. Nach 33 Minuten war es dann aber doch passiert. Nach einem Patzer von Florian Lechner auf der linken Außenbahn vollendete Daniel Bierofka einen sehenswerten Angriff der Sechziger mit dem 0:1. Die Reaktion des KSC ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Zusammenspiel von Pascal Groß und Gaétan Krebs waren die Hausherren dem Ausgleich sehr nahe. Da der Franzose den Ball im gegnerischen Strafraum nicht unter Kontrolle bekam, vergab man auch diese Chance etwas zu leichtfertig. Unmittelbar vor der Halbzeitpause hatten die Blau-Weißen dann großes Pech, denn nach einem Freistoß von Groß landete ein Kopfball von Dennis Kempe nur an der Latte.

Der KSC kam mit viel Schwung aus der Kabine und hatte durch Timm und Kempe gleich zwei gute Gelegenheiten. Letzterer probierte es mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, der nur knapp über das Tor von Timo Ochs hinwegflog. Doch auch die Münchner blieben weiterhin gefährlich und hatten durch Benjamin Lauth die Chance auf 0:2 zu erhöhen (49.). Andersen brachte mit Marco Terrazino und Anton Fink zwei weitere Offensivkräfte, doch vor dem Tor der Münchner fehlte dem Gastgeber nicht nur der Überraschungsmoment, sondern auch ein wenig das Glück. Dieses wäre auch in der 68. Minute nach einer Einzelaktion von Timm von Nöten gewesen; doch der Ball landete nur über der Querlatte. In der 71. Minute wurden die Bemühungen der Blau-Weißen dann endlich von Erfolg gekrönt. Marco Terrazino hieß der Torschütze zum 1:1-Ausgleich. Vorausgegangen war allerdings eine sehenswerte Aktion von Christian Timm, der die Münchner Abwehr im Alleingang umkurvte und dann auf den Torschützen abgelegt hatte. Die Freude über den Ausgleich währte jedoch nicht lange, denn nach einem Freistoß der Löwen kassierte der KSC das 1:2 durch einen Kopfball von Stefan Aigner. Timm hätte seine gute Leistung in der 82. Minute krönen können, doch nach einer Hereingabe von der rechten Außenbahn verpasste er es, aus zwei Metern das 2:2 zu besorgen. Doch es kam noch bitterer für den KSC. Nach einer Notbremse von Niklas Hoheneder bekamen die Sechziger in der 87. Minute einen Elfmeter zugesprochen, den Daniel Bierofka zum 1:3-Endstand verwandelte.

Euer

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